Taxi in München - Untergiesing

Offener Brief an mytaxi von SynTAXA vom 19.05.15

Liebes my Taxi Team,

 

wir sind für einen offenen und fairen Wettbewerb, auch im Taxi-Geschäft.

 

Alle unsere Fahrzeuge sind an die zwei etablierten Münchener Taxizentralen angeschlossen, und wir haben uns stets erfolgreich gegen zahllose Versuche der beiden zur Wehr gesetzt, um weder von der einen noch von der anderen Seite vereinnahmt zu werden.

 

Unsere unternehmerische Freiheit entscheidet letztendlich, wie bei einem guten Kaufmann, mit wem wir zusammenarbeiten und von wem wir die Fahrtaufträge beziehen.

 

Da erscheint plötzlich Ihr, mit Eurem zentralenunabhängigen Vermittlungssystem.

 

Eine Handvoll unserer Fahrer war der Ansicht auf Euer Angebot nicht verzichten zu können, um eine Lücke zu schließen und längere Wartezeiten zu vermeiden. Gut, wir haben mitgemacht.

 

Dann kam Euer Versuch, die Auftragsvergabe durch einen variablen Anteil der Vermittlungsgebühren von bis zu 30% "„gerechter" zu machen.

 

Unsere Fahrer und viele Kollegen fanden das gar nicht gut, und wehrten sich dagegen. Einige wendeten sich von my Taxi ab, da sie Euer Bestreben der Gewinnmaximierung, trotz trickreicher Methode sofort durchschauten.

 

Nun also der jüngste Versuch eine möglichst marktbeherrschende Stellung auf dem heiß umkämpften Taxi-Markt zu erreichen: Die Rabattaktion.

 

Kurzfristig freuen sich natürlich die Fahrer und Unternehmer über eine Belebung des Geschäftes.

 

Aber durch diese wettbewerbsverzerrende Aktion werden nicht neue Kunden gewonnen, sondern von den etablierten und bewährten Zentralen abgeworben.

 

Diese Zentralen bemühen sich nicht nur um smartphoneaffine Jungkunden und Geschäftsleute, es werden auch Aufträge von älteren Kunden, die auf das Taxi angewiesen sind, vermittelt. Oder komplizierte Aufträge, die eine persönliche Betreuung durch die Dispo erfordern und daher arbeitsintensiver sind, werden gewissenhaft abgearbeitet.

 

Eure Rabattaktion verstößt nicht nur gegen die Tarifpflicht und einen fairen Wettbewerb.

 

Die Kosten dafür werden alle angeschlossenen Fahrer und Unternehmer leider auch in Form höherer Vermittlungsgebühren bezahlen müssen, falls Ihr eine marktbeherrschende Stellung auf dem Taximarkt erreichen solltet. Erheblich Leidtragende werden hierbei auch die eben erwähnten älteren und/oder kranken Fahrgäste sein. Man kann nur hoffen, dass es nicht soweit kommen wird!

 

Gerne verzichten wir auf die von Euch in Aussicht gestellten 50% Ermäßigung der Provision, und werden diese auf Euer Konto rücküberweisen.

 

Wir fordern Euch auf solche oder ähnliche Aktionen zukünftig zu unterlassen, und sich einem fairen Wettbewerb zu stellen.

 

Ansonsten werden wir unsere Zusammenarbeit mit Euch einstellen.

 

Es bleibt die Hoffnung, dass Ihr als Daimler-Tochter nicht in die Fußstapfen von UBER & Co. steigen werdet, und durch Eure Profitgier nicht das gewachsene und bewährte Taxigewerbe vernichtet.

 

Zu Eurer Information besteht unsere Flotte aus 15 E-Klassen aus dem Hause Daimler, mit einer Laufzeit von 2,5 Jahren. Kann es sein, dass ein Fahrzeughersteller der derart vom Taxigewerbe profitiert, es mit eigenem Geschäftsgebaren kaputt macht? Möglicherweise müssen wir uns zukünftig an anderen Herstellern orientieren, was wir eigentlich nicht wollen!

 

Freundliche Grüße



Manfred Seeger, Verena Pistorius, Marcus Pistorius

Geschäftsführer

SynTAXA Taxibetriebs GmbH

München

 

Reaktion des BZP zum UBER Verbot

 

 

 

BZP-Statement zum Urteil des Frankfurter Landgerichts vom 18. März 2015

Frankfurt/M. - Zum Verbot von UberPop durch das Frankfurter Landgericht erklärt Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes BZP: „Wir nehmen das Urteil mit großer Genugtuung auf. Endlich ist auf juristischer Ebene in der Sache entschieden worden, dass Ubers Geschäftsmodell gegen das Personenbeförderungsgesetz verstößt.

Zuvor waren Gerichtsentscheidungen viel zu oft nur wegen formaler Gründe verworfen worden. Nun ist in der Sache auch wettbewerbsrechtlich entschieden worden, dass das Personenbeförderungsgesetz für alle gilt und nicht ausgehöhlt werden kann.

Dass Fahrer und natürlich auch die Unternehmer eine Lizenz zur Personenbeförderung besitzen müssen, hat der Gesetzgeber wohlüberlegt beschlossen. Dient es doch dem Schutz des Fahrgastes und der Qualität der Beförderung. Private Fahrer haben nun mal keine Zulassung auf dem Taximarkt – auch zahlen sie in der Regel keine Steuern auf diese Fahrten, sind nicht für die gewerbliche Beförderung versichert, unterziehen sich keinem regelmäßigen Gesundheitscheck und können keine Prüfungen über ihre Ausbildung und den technischen Zustand des Autos vorlegen.

Wir wollen einen fairen Wettbewerb mit gleichen Bedingungen für alle auf der Grundlage des Personenbeförderungsgesetzes, das weder altmodisch oder überholt ist. Wir begrüßen, dass die Richter dieser Auffassung gefolgt sind und Uber - wie in den letzten Monaten in vielen Ländern der Erde - nun auch in Deutschland verboten haben. Auch neue Marktteilnehmer müssen sich an die geltenden Gesetze halten!“

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:
RA Thomas Grätz,
Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbandes e.V. (BZP)
Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP)
Gerbermühlstraße 9
D-60594 Frankfurt am Main

Tel.: 49 (69) 95 96 15-0
Fax: 49 (69) 95 96 15-20
E-Mail: thomas.graetz@bzp.org
Internet: www.bzp.org

(Meldung vom 18.03.2015)

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TAXI - NEWS

Die Taxi-Vermittlungs App  Taxi.eu  startet in München durch und bietet nun endlich auch eine Payment Funktion an. Wir dürfen UBER & Co. den Markt mit zahlungskräftigen Geschäfts- leuten und jungen Fahrgästen, die ihr Taxi per Smartphone ordern, nicht kampflos überlassen.

Am 19.Januar 2016 hat das Landgericht Frankfurt mytaxi ausgebremst.

Ihre von Mama Daimler finanzierte Aktion, "Taxifahren zum halben Preis" wurde bundesweit untersagt.

Damit wurde die im Personenbeförderungsrecht verankerte Tarifpflicht, die unter anderem den Fahrgast vor einem ruinösen Preiswettbewerb schützen soll, bestätigt.

Eine Taxifahrt wird und soll auch in Zukunft, zu Messezeiten oder Sylvester nicht mehr kosten, als in umsatzschwachen Geschäftszeiten.

Durch diese wiederholten, unlauteren Rabattaktionen von mytaxi, die bei den Fahrgästen den Eindruck erwecken sollten, der Taxitarif sei mit einem Sonderangebot vom Discounter vergleichbar, wollte man die Taxikunden dazu bringen, ihre Bestellungen in Zukunft nur noch über mytaxi abzuwickeln, um so in der Auftragsvermittlung möglichst rasch eine Monopolstellung zu erreichen. Dann können die Vermittlungsgebühren für die angeschlossenen Unternehmen nach Gusto erhöht werden. Dieser Versuch ist vorerst gescheitert und wir haben die Hoffnung noch nicht verloren, dass Mama Daimler sich besinnt, den Geldhahn zudreht und mytaxi zu einem fairen Wettbewerb zurückkehrt.

 

 

 

Der Clinch mit mytaxi geht weiter....

Auch im Jahr 2016 geht die Auseinandersetzung des Taxigewerbes mit mytaxi  weiter. Das Neueste dazu und andere interessante Infos findet Ihr auf der sehr empfehlenswerten Website www.ulmer-taxi-experte.com/home/news-information/

Das Jahr 2015 ging zu Ende...

...doch wir bleiben am Ball....

 

Nach einem teilweise  turbulenten Jahr 2015, in dem UBER & Co. sich leider zu einer ernsthaften Bedrohung des Taxigewerbes entwickelten, blicken wir mit Zuversicht ins neue Jahr.

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Etwa 250 000 Menschen, haben am 10.Oktober in Berlin gegen TTIP und CETA demonstriert.

Anstatt die endgültige Gerichtsentscheidung über die Rechtmäßigkeit der Rabattaktion abzuwarten, legt mytaxi nach - 50% auf alles - außer.... ab sofort bis 21.Juli 15

Irgendwie erinnert dieses Geschäftsgebaren schon sehr an den Hauptkonkurrenten von mytaxi, unsere Freunde von UBER.

Legal, illegal, sch...egal.

Man hofft offensichtlich, noch vor Feststellung der Unrechtmäßigkeit, möglichst viele Kunden mit diesem Schnäppchenangebot zu ködern

Wenn die Rabattschlacht à la mytaxi Schule machen sollte, müssen wir in Zukunft jedem potentiellen Fahrgast einen Einkaufsgutschein spendieren, damit er in unser Taxi einsteigt. >>>>>>>> Wo soll das hinführen?

Nach 5 Monaten Erfahrung mit dem gesetzlichen Mindestlohn hat sich, wie von uns erwartet, unser Doppelfunk-System bewährt.

UBER, der Wolf der Kreide gefressen hat.

Jetzt ist der Mietwagen-Markt das Ziel der Begierde.

Wir sind gespannt darauf, wie z.B. die Rückkehrpflicht zum Betriebssitz eingehalten wird.

 

 

 

Wir von SynTAXA haben nachgedacht, wie vom BZP-Präsidenten empfohlen:

Wir distanzieren uns von der mytaxi - Rabattaktion und hoffen, dass uns möglichst viele Kollegen folgen werden.

Die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart e.G. erwirkt am 15.05.15 eine einstweilige Verfügung gegen die MyTaxi - Rabatt aktion für die Stuttgarter Kollegen.

Ein Aufruf zum Nachdenken für alle an MyTaxi angeschlossenen Fahrer und Unternehmer des BZP vom 04.05.2015

UBER & CO liefern uns derzeit einen Vorgeschmack darauf, was uns erwartet wenn der Neoliberalismus mit den Segnungen von TTIP,TISA und CETA sich durchsetzt. WEHRT  EUCH !!!

Das Bundesverkehrsministerium bleibt hart: Uber-Fahrer, die den P-Schein machen wollen, müssen die selben Hürden nehmen, wie Taxifahrer.

Taxigewerbe auf dem Prüfstand. UBER und kein Ende.

Pressemeldung vom 18.03.2015

Die Taxibranche hofft dass dieser Angriff gegen Recht und soziale Ordnung erfolgreich abgewehrt wurde.

Lohndumping in Zeiten des Mindestlohns darf nicht zum Geschäftsmodell werden.

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